Mittwoch, 28. Oktober 2009

+ Vasco da Gama

VASCO DA GAMA von What's your game

Die Regel ist natürlich nicht ohne, erfordert Gregors ganze Konzentration. Eine gute Dreiviertelstunde dauert das Vorlesen. Glücklicherweise ergeben sich keine großen Regelfragen, es scheint alles klar zu sein. Wir folgen VASCO DA GAMA in den fernen Osten. Wir brauchen dazu Geld, Besatzung für die Schiffe und natürlich Schiffe. An all das kommen wir, indem wir vier Aktionsscheiben ausspielen. Wer wann und zu welchem Preis an die Reihe kommt, entscheidet jeder selbst, allerdings weiß man nicht wirklich, wie viel eine Aktion letztlich kosten wird oder ob sie gar umsonst zu haben ist. Dieser Mechanismus ist das Herzstück des Spiels, und der ist nicht von schlechten Eltern.
Auf die Aktionsscheibe setzt man einen Holzchip in den Werten von Eins bis Zwanzig, die man in Spielreihenfolge vom Brett nimmt. Je kleiner die Zahl, desto eher kommt man an den Zug, muss aber auch u.U. viel dafür bezahlen. Wie viel genau entscheidet sich erst nach dem Aufdecken eines Plättchens. Dann wandert eine Figur neben der Skala vor oder zurück. Bleibt sie vor der Sieben stehen, sind alle Aktionsscheiben mit einem Chip größer Sieben kostenlos, alle anderen Aktionen kosten Geld. Die Eins kostet dann sechs portugiesische Réis – was richtig viel Geld ist, zumindest zu Beginn. Das habe ich gleich in der ersten Runde gemerkt ...
Ersteinschätzung: … denn VASCO DA GAMA verzeiht keine Fehler. Ohne Geld kann man keine Matrosen oder Kapitäne anheuern und auch nicht mehr Schiffe bauen, geschweige denn zu Wasser lassen. Das Leben ist ja so hart, man muss wirklich auf jeden Real achten, und auch darauf, in welcher Reihenfolge man seine Aktionsscheiben mit den Zahlenchips bestückt. Es macht ja keinen Sinn, einen kleinen Chip zur Rekrutierung einzusetzen und mit einem höherwertigen Chip Geld einzusammeln. Da die Aktionen immer vom kleinsten zum höchsten Chip abgewickelt werden, schaut man schnell ganz tief in die Röhre. Aber das sind Anfängerfehler, die einem bei einem so komplexen Spiel sicher unterlaufen werden. Wahrscheinlich wird man auch kaum alles regelgetreu hinbekommen. Im Spielverlauf mussten wir das eine oder andere Mal doch überlegen, wie es „richtig“ weiter geht. Hat uns aber nicht wirklich gestört, denn wir haben alle mächtig überlegt. Gregor besonders, denn er ist ja unser Grübler. Herbert nicht so … Und ich? Ich habe ein bisschen gejammert, denn in der allerersten von nur fünf Runden habe ich mich selbst ausgetrickst. Leute, denkt an die Schiffe. Nur damit erhält man Punkte und vielleicht sogar mehrere Runden Einkommen. Siegpunkte darf man doch nicht aus den Augen verlieren, erst recht nicht, wenn man nur (im Regelfall) vier Aktionen hat und das ganze Spiel nur über fünf Runden geht. Schnelles Fazit: VASCO DA GAMA ist tatsächlich topp. Frage mich allerdings gerade: Wer hat auf der Messe tatsächlich gut eineinhalb bis zwei Stunden dieses Spiel gespielt? Meldungen sind erbeten!
Grübel- und DenkspielGewinner: Ich würde ja gerne den Mantel des Schweigens über das Ergebnis hüllen. Aber wenn ich das machte, würde ich gesteinigt. Mit allen Figuren aus VASCO DA GAMA, und das sind nicht wenige. Also: Gregor gewinnt knapp mit 85 Punkten vor Herbert mit 82 Punkten. Beide tricksen sich am Ende durch ungeschickte Spielzüge selbst aus, hähä. Nach der langen Zeit bei voller Konzentration auch kein Wunder. Ich bleibe mit 73 Punkten abgeschlagen Letzter. Den Vorsprung der anderen aus der ersten Runde hole ich nicht wieder auf. Vielleicht dann beim nächsten Mal, denn auch Rainer muss dieses Spiel unbedingt kennen lernen.

2 Kommentare:

  1. Sehr interessant das Spiel danke für die ausführliche Beschreibung.

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  2. Hier! Ich hab's am Sonntag auf der Messe mit drei Franzosen und englischem Erklärbär gespielt, der bei Nachfragen ins französische abdriftete. Das hat aber weder das Verständnis noch den Spielspaß beeinträchtigt. Nach einer halben Stunde Erklärung haben wir etwas mehr als 2h gespielt. Bei dem Spiel greift so richtig schön alles ineinander.Der Auswahl- aber auch den Schiffmechanismus finde ich sehr gelungen! Ich muss schon sagen, die Scouts lagen bei den ersten Plätzen richtig gut, passt auf jeden Fall zu meinem Eindruck. Gruß aus dem tiefen Süden, Michael

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